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Page 4
Nebenbei war hier eine ganze Stadt entstanden; es gab Kirchen, Moscheen,
Wirtsh�user, Spit�ler, Caf�s u.s.w. Von hier nun wendet sich der
S��wasserkanal ab, um die Bitterseen, deren Bassin tiefer ist, als die
Basis des S��wasserkanals, zu vermeiden, und bei der gro�en Hitze, die
im Sommer hier herrscht, zogen wir es vor, diesen Theil des Weges Nachts
zu machen, wo wir dann am anderen Morgen fr�h in Serapeum eintrafen;
dies liegt am Nordrande der Bitterseen. Vom S��wassercanal f�hrt eine
Zweigbahn nach Serapeum. Auch hier konnte man die Arbeiten in ihrer
ganzen Gro�artigkeit bewundern und auch hier hatte sich rasch ein Ort
entwickelt, wie es �brigens das Zusammensein so gro�er Arbeitermassen
von selbst mit sich bringt.
Von Serapeum bis Isma�lia sind nur noch 20 Kilometer und bald landete
die Dahabie an dem sch�nen steinernen Kai; vorbeifahrende Wagen, die
Menge der Schiffe (unter denen manche Dreimaster und stattliche
Mittelmeerdampfer), Kirchth�rme, H�user und Hotels, wie man sie nur in
den gro�en Seest�dten findet, �berraschen den Reisenden, so da� er
glaubt in Europa zu sein.
Isma�lia ist eine Stadt von circa 8000 Einwohnern. Nach einem vollkommen
regelm��igen Plane gebaut, ist es weit hinaus im Halbkreise von einem
S��wasserkanale umgeben, welcher von �ppigen Weiden bordirt ist. Man hat
eine katholische und zwei griechische Kirchen, eine Moschee, zwei
Hospit�ler, von denen eins f�r die arabische Bev�lkerung bestimmt ist.
Es befinden sich hier die Geb�ude der Directoren, welche an Pracht und
Bequemlichkeit in nichts den Sommerwohnungen der F�rsten nachstehen.
Die Stra�en sind breit und vor allen Privath�usern breite Blumenbeete
und Baumanlagen, was einen reizenden Anblick gew�hrt. Namentlich der
Hauptcentralplatz ist eine allerliebste Anlage und obgleich erst seit
zwei Jahren geschaffen, so �ppig, als ob sie seit zehn Jahren best�nde.
In Isma�lia ist das beste H�tel das H�tel des voyageurs; es giebt aber
noch f�nf oder sechs andere. Nat�rlich wo Franzosen sind, fehlen nicht
die Caf�s chantants und die Roulette; diese ist jetzt in Aegypten so
verbreitet, wie in Californien und namentlich zur Zeit der
Baumwollenperiode wurden oft in den schmutzigsten Winkelbuden Summen
umgesetzt, um die sie die Banken von Homburg, Wiesbaden und Ems h�tten
beneiden k�nnen. Aber auch das deutsche Bier hat seinen Weg zum Kanal
gefunden und in Isma�lia wie in allen anderen St�dten Aegyptens giebt es
deutsche Bierbrauer, welche ihr Bier von Wien beziehen. Es hatte den
Anschein, als ob Isma�lia nach Vollendung des Kanals sein Aufbl�hen,
welches es den Arbeiten haupts�chlich verdankt hatte, einb��en w�rde,
aber jetzt im Bereiche des Eisenbahnnetzes, wird die Stadt doch immer
eine gewisse Wichtigkeit behalten, wenngleich es sich wohl nie zu einer
bedeutenden Stadt hinaufschwingen wird.
Der Timsahsee war jetzt vollkommen angef�llt, er ist s�dlich von der
Stadt und circa einen halben Kilometer entfernt und hat eine Oberfl�che
von 60 Hectaren. Der Canal maritime geht an der �stlichen Seite
hindurch. Obgleich das auf dem Boden stark aufgeh�ufte Salz, welches
sich beim Hereinlassen des Mittelmeerwassers nat�rlich aufl�ste,
anf�nglich keine Fische leben lie�, so ist doch durch die constante
Erneuerung des Wassers, durch den Abflu� vom S��wasserkanal her, der
Salzgehalt so vermindert, da� eine Menge Fische jetzt darin leben,
obgleich der Salzgehalt des Wassers noch bedeutend gr��er ist, als der
des mittell�ndischen Meeres. Das Wasser ist �brigens hell, wie Krystall,
und ladet Jeden zum Baden ein. Krocodile sind heute nicht mehr zu
f�rchten (behar el timssah hei�t Krocodilsee) und eine gute Badeanstalt
am Ufer des Sees sorgt f�r alle Bed�rfnisse ihrer Clienten.
Von Isma�lia bis Port-Said benutzte man damals schon den Canal maritime
der von Port-Said an gerechnet 75 Kilometer lang ist (die L�nge des
ganzen Kanals betr�gt bis Suez 160 Kilometer). Es war hier schon
t�gliche Dampfverbindung und man legte die Fahrt gew�hnlich in acht
Stunden zur�ck. Die Dampfer, kleine Boote, waren �brigens zweckm��ig
eingerichtet und hatten eine erste und zweite Classe. Der Kanal hatte
hier �berall die planm��ige Breite, aber noch nicht die geh�rige Tiefe
zwischen diesen beiden Pl�tzen. Durch den Balahsee kam man zuerst nach
El Guisr, einem Punkte, der Interesse erregte durch die Ausstellung der
Maschinen des Herrn Couvreux. Diese Maschinen, Excavateurs genannt,
griffen mittelst Dampf das trockene Erdreich an, sind also
Trockenbaggerer; das S��wasser wurde nach diesem Orte durch
Dampfdruckmaschinen bef�rdert. Nichts war eigenth�mlicher als der
Anblick der colossalen Dampfbaggerer und der Elevateurs, die man nun von
hier an auf Schritt und Tritt bis Port-Said fand. Es gab Baggerer, die
in _einem_ Tage bis 2000 Kubikmeter heraufholen konnten.
Man passirt dann noch den Ort El K�ntara (die Br�cke) von circa 2000
Einwohnern, schon fr�her wichtig als ein Halteplatz von Karavanen, die
nach und von Syrien ziehen. In El K�ntara ist eine Kirche, ein Spital
und eine Moschee, dann die sehr sehenswerten Etablissements von Borrel
und Lavaley, welche denen dieser Herren in Chalouf um nichts nachstehen;
nat�rlich sind diese Werkst�tten seitdem geschlossen worden.
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