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Page 87
* * * * *
Ich m�chte bisweilen eine Erkenntnis in Form einer mathematischen Figur
geben, z.B. die Anschauung Gottes in Form einer Kugel, aus einem
Mittelpunkt strahlend.
1909
Es gibt keine Wahrheit an sich. An sich ist einer der gr��ten
Materialismen der Epoche.
* * * * *
Man fragt sich oft: wie ist es m�glich, da� dieser gro�e Intellekt dies
und jenes nicht gesehen oder seines Blicks nicht gew�rdigt haben sollte.
Aber ebenso �bersehen vielleicht unsere Zeitgenossen Dinge, von denen
wieder sp�tere nicht begreifen werden, da� sie f�r uns offenbar v�llig im
Schatten lagen. Man darf wohl sagen, jeder Blick vorw�rts ist zugleich ein
Nichtbeachten dessen, was zur Seite liegt. Der Geist gleicht einer
Granate, deren Gebiet das vertikale Segment zwischen dem Punkt ihres
Ausflugs und dem ihres endlichen Aufschlags ist.
* * * * *
Frage die Philosophie sich erst einmal: 'wo bin ich hergekommen?'
* * * * *
Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns. Nur wir stufen
uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher. Es gibt kein Geheimnis an sich,
es gibt nur Uneingeweihte aller Grade.
* * * * *
Ein vorl�ufiger kritischer Gedankenstrich: da� man �ber ein gewisses Ma�
hinaus nicht wissen k�nne, verwandelt sich unvermerkt in das Postulat,
niemand habe au�er den 'nun einmal festgestellten' Grenzen etwas zu
suchen. Man f�hlt sich vor solchem Doktrinarismus an das Gebahren kleiner
Kaufleute erinnert, die von einer Ware, die sie nicht f�hren, erkl�ren, es
g�be diese Ware �berhaupt nicht.
1910
Du siehst in etwa 100 Meter Entfernung einen Mann Holz spalten. Das auf
den Hackblock geschmetterte Scheit sinkt bereits nach links und nach
rechts auseinander -- da erreicht dich erst der Schall. So m�gen wir die
Welt ein halbes Leben lang betrachten, bis wir das Wort vernehmen, das zu
ihr geh�rt, die Seele, die von ihr redet.
* * * * *
Niemand wird die Welt verstehen, der sie von heut auf morgen verstehen zu
m�ssen glaubt, der sich �ber die augenblickliche Konfiguration der Erde
nicht so hinwegzusetzen vermag, da� ihm heut und morgen zu
Unwesentlichkeiten werden. Niemand wird die G�tter und ihre Werke
verstehen, vor dem tausend Jahre nicht wie ein Tag sein k�nnen und wie
eine Nachtwache.
* * * * *
Man mu� aufh�ren k�nnen zu fragen, im T�glichen wie im Ewigen.
* * * * *
Weder 'ich' bin, noch jener 'Baum' ist, sondern ein Drittes, nur _unsere
Verm�hlung_, ist.
1911
�ber jedem Gedanken, jeder Vorstellung liegen hundert Gedanken und
Vorstellungen, die uns das jeweils Gedachte, jeweils Vorgestellte
verh�llt.
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