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Page 84
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Das Urbuch der Welt wird mit sympathetischer Tinte geschrieben.
* * * * *
Nur im vorbereiteten Herzen kann ein neuer Gedanke Wurzel fassen und gro�
werden. Sich vorbereiten, sich zubereiten, den Acker lockern f�r das beste
Korn, ist alles.
* * * * *
Es gibt kein gr��eres Hindernis, zur Wahrheit zu gelangen, als --
schreiben zu k�nnen. Vergi� deinen Stil, vergi� allen Stil, �berla� dich
ganz dem Rhythmus der inneren Stimme, �berla� alle 'Kunst' denen, die mehr
K�nstler sind als Wahrheitssucher.
* * * * *
Der Materialismus hat uns in viele J�mmerlichkeiten gest�rzt, aus denen
wir uns erst nach und nach wieder erheben werden.
* * * * *
Alles Denken ist Zurechtmachen.
1907
Wunder ist ein Orientierungsbegriff wie tausend andre. Wird dieser Begriff
mehr und mehr aus der Welt geschafft, so hei�t das nichts weiter als: wir
brauchen diesen Orientierungsbegriff nicht mehr, er ist f�r uns
aufgegangen in den Begriff Entwickelung.
Wunder nannte man einst alles �bernat�rliche. Da man heute �bereingekommen
ist, alles �berhaupt M�gliche dem Begriffe Natur unterzuordnen, gibt es
nichts �bernat�rliches, also auch kein Wunder mehr. Aber Natur ist auch
nur ein heuristischer Begriff und wer sich in der Zwangsjacke eben dieser
Begriffe nicht wohl f�hlt, wird ihn abermals entthronen und das alte Wort
Wunder -- vielleicht auf lateinisch als 'Mysterium' -- in einem neuen
gr��eren Sinne �ber ihn setzen. Worte, Worte! Wird man nie begreifen, da�
Worte nur Entscheidungen sind, nicht Erkenntnisse?
* * * * *
Es ist eine sehr geistreiche (!) Forderung, die 'Natur' auf 'nat�rliche'
Weise erkl�rt sehen zu wollen.
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Wie mancher Gedanke f�llt um wie ein Leichnam, wenn er mit dem Leben
konfrontiert wird.
* * * * *
Ich meine: Gehirn und Dinge sind in _Einem_ Zirkel beschlossen. Im Gehirn
kann nicht sein, was nicht im Stoff ist.
* * * * *
Wenn die Gehirnorganisation all ihr Um-sich unter den Formen von Zeit und
Raum begreift, so ist anzunehmen, da� der unendliche Stoff hier keine ihm
nicht entsprechende Organisation wird hervorgebracht, oder: wird
zugelassen haben. Ich meine, diese Organisation, die unter Raum und Zeit
begreift, erstand doch selbst aus dem, was sie nun begreift, und kann
darum als Funktion des zu Begreifenden nicht essentiell von diesem
verschieden sein ...
* * * * *
A. Wenn jemand von einer Philosophie der Ameisen reden w�rde, so m�chte er
wohl fr�hlichem Lachen begegnen. Aber ist die Philosophie der Menschen
wirklich etwas so sehr, sehr anderes, als eine Philosophie der Ameisen
w�re? Stelle dir nur an einem sch�nen Sommerabend den Erdball und das
Leben auf seiner Oberfl�che vor!
B. Ja ja, mein Lieber, wenn es die Menschen nur nicht zu dem einen
Gedanken gebracht h�tten: alles ist mir nur insoweit bekannt, als es meine
Vorstellung ist. Dieser Gedanke, der ihm alles zu nehmen scheint, gibt ihm
zugleich das Recht, sich selbst dem Sternenhimmel gegen�ber zu behaupten,
denn das Bewu�tsein, da� alles, was er da erkennt, nur ein Bild in ihm
ist, ja, noch mehr, das dies 'er selbst' nur ein Bild -- soll er sagen
sein Bild? -- ist, erlaubt ihm, deinem Ameisengleichnis den Stachel zu
nehmen, so gut, wie dem Eindruck gestirnter Ewigkeit. Die Rechnung steht
nun f�r ihn so: Auf der einen Seite 'alles Seiende' als Bild. Auf der
andern das, welches 'all dies Seiende zusamt sich selbst' -- als Bild
empfindet. --
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