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Page 81
Vielen ist Reisen ein Ersatz f�r Leben. Es gibt oft nichts
Schmerzlicheres, als solches zu erkennen.
* * * * *
Wenn die Mehrzahl der Menschen das Kleine nicht so viel wichtiger n�hme
als das Gro�e, w�rde das Gro�e nie auf seine Rechnung kommen. Wenn der
Mensch sich mehr um den Himmel als um die Erde k�mmerte, w�rde nicht nur
die Erde, sondern auch der Himmel verk�mmern. Der Geist ist nicht umsonst
in die Materie herabgestiegen.
1910
Wie sch�n ist es, das Auge von einem sch�nen Buch, in das man versunken
war, zu einer sch�nen Landschaft aufzuschlagen. Dieser kurze �bergang von
chiffrierter Geisterwelt in symbolische, dieser jungfr�uliche Augenblick
unbewu�ten Staunens ist einzig.
* * * * *
Alles was nicht leicht verstanden wird, reizt leicht. Die edelste Musik
kann so z.B. ebenso wie die tiefste Philosophie Gegenstand erbitterter
Gegnerschaft werden.
* * * * *
Solange das Tier noch gegessen wird, solange wird es seinen Esser auch
besitzen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Oder glaubt man wirklich, es sei
keine Beziehung zwischen der Dummheit des Kalbes, der Kuh, des Ochsen und
der ihrer Verzehrer, es �bertrage der Hammel, das Schwein, der Fisch usw.
nicht ganz besondere psychische Hemmungen oder Reize?
* * * * *
Es gibt nichts Schwereres, als einen Menschen, den man liebt, einen Weg
gehen lassen zu m�ssen, der zur n�chsten Stadt f�hrt, statt auf den
n�chsten Gipfel.
1912
F�r den Tr�gen gibt es nichts Aufreizenderes als die unaufh�rlich
fortschreitende Zeit. Er f�hlt, wie sie �ber ihn hinweggeht und stammelt
ihr in dumpfem Ingrimm seine Verw�nschungen nach.
* * * * *
Was gegen die h�chsten, reinsten Empfindungen ausgespielt wird, sind
nichts als die gleichen Empfindungen, nur noch mehr oder minder vor ihrer
Katharsis. Wie kann man den Satz nachsprechen: Gott ist die Liebe, und an
anderer Stelle der Meinung sein, eine vom Tierischen ganz losgel�ste
seelisch-geistige Liebe sei -- wohl vielleicht eine reinere, aber auch
eine k�hlere, blassere, ohnm�chtigere Liebe!
* * * * *
Es gibt Seelen, zu schamhaft, Wege der tieferen Erkenntnis beschreiten zu
wollen. Sollten sie als 'von Gottes Stamme' nicht noch zu wenig stolz sein
und als Arbeiter an Gottes Reiche nicht noch zu wenig dem�tig?
* * * * *
Welcher Erfahrene kennt nicht im Geistes- und Empfindungsleben den Zustand
des Federstr�ubens der V�gel.
* * * * *
Ich machte die Beobachtung, da� Menschen, die beim Beifallklatschen die
Arme weit von sich, ja fast �ber Kopfesh�he ausstrecken, in einer zugleich
wunderlichen und schmerzlichen Weise den Anblick ungeduldig Bittender,
ungeduldig -- Betender gew�hren, eine Vorstellung, von der sie selbst
nicht das Geringste ahnen und die doch nichts weniger als ihre ganze
d�rstende Seele -- in einem doppelg�ngerischen Bilde gleichsam --
enth�llt.
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