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Page 80
Wahrlich eine verderbliche Lehre: es sei die Bestimmung des Weibes, Gattin
oder Mutter zu werden. Damit wird das Weib als Mensch, als Individuum
v�llig ausgeschaltet, als h�tte es an sich �berhaupt keinen Wert, keinen
Sinn, keine Entwickelungsm�glichkeiten, habe �berhaupt nur in Beziehung
auf Gatten und Kind Existenzberechtigung. M�chten sich doch alle dar�ber
klar werden, da� wir au�er M�nnchen und Weibchen auch noch _Menschen_
sind.
* * * * *
Im Sohn will die Mutter Mann werden.
* * * * *
Das ist die Gefahr von uns K�nstlern: Wir empfinden z.B. einen
aufgest�tzten, entbl��ten Frauenarm von so hinrei�ender Sch�nheit, da� wir
ganz vergessen, da� er einer bestimmten Frau geh�re. Und wenn wir zu
dieser Frau nun in Liebe entlodern, so ist es eigentlich die Sch�nheit des
Weibes, des Menschen �berhaupt, die wir anbeten, weniger sie selbst. Und
da setzt leicht die Trag�die ein.
* * * * *
Ein M�dchen gef�llt uns nicht so sehr etwa um ihrer Augen willen, als ihre
Augen um seinetwillen, das hei�t um seiner ganzen imponderablen
Pers�nlichkeit willen.
1909
Das Weib mischt uns ins Leben hinein.
* * * * *
Leichtsinn und Geduld, zwei weibliche Haupteigenschaften.
* * * * *
Nat�rlichkeit, Schwester der Freiheit (und Einfalt).
* * * * *
Es ist schauerlich, Klavier spielen zu h�ren, w�hrend man �ber Berge und
T�ler hinwegblickt und die Erde als eine ihrer unz�hligen Schwestern mit
sich im unendlichen R�ume schweben und kreisen f�hlt.
* * * * *
Ein gewisses Ma� von Schelten geh�rt wohl zum Leben. Schelten in seiner
sublimiertesten Gestalt, als philosophischer, ja, als religi�ser
Pessimismus, d�rfte ebenso nur eine Art von Ventilierung sein, wie der
mehr oder minder gerechtfertigte �rger des Eintags. Alles in Allem m�chte
hier ein Zuchtproblem vorliegen, das nur selten gel�st werden wird; wenn
n�mlich dies ganz gro�e Zucht (also ganz gro�er Stil) ist: ein
leidenschaftlich empfindsamer Geist und doch zugleich ein _Weiser_ zu
sein.
* * * * *
Die Meisten wissen garnicht, was sie f�r ein Tempo haben k�nnten, wenn sie
sich nur einmal den Schlaf aus den Augen rieben.
* * * * *
Manche Menschen treiben leicht ab. Unversehens sind sie anderswo, als wo
man sie haben will, als wo sie sich selbst haben wollen.
* * * * *
Darum k�nnen Zeitungen so sehr schaden, weil sie den Geist so uns�glich
dezentrieren, recht eigentlich zer--streuen.
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Wer sich �berhebt, verr�t, da� er noch nicht genug nachgedacht hat.
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