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Page 74
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Es ist das Ungl�ck, da� W�rde und Feinheit von Gedanken oft von den
Raumverh�ltnissen eines Zimmers, einer begl�ckenden Fensteraussicht, einem
gewissen Ma� von Licht und Farbe abh�ngig sind, so da� einer, der sein
Leben lang in einer Art von l�nglichen Schachteln gehaust hat und eines
Tages ein edel proportioniertes Gemach betritt, sich zu glauben geneigt
findet, wieviel er vielleicht allein durch den Charakter seiner Wohnr�ume
geistig verloren haben k�nnte.
* * * * *
Das, was allem Rauchen solchen Reiz verleiht, ist, da� sich der Raucher,
wo auch immer, mit einer vertrauten Atmosph�re umgeben kann, einer mehr
oder minder verkl�rten Zone, innerhalb der er ein bescheidenes Gef�hl von
Heimat empfinden darf mit all dem unw�gbaren sinnlichen Wohlbehagen, womit
uns das oft wiederholte Gleiche beschenkt, indem es wie unser Bett, unser
Sessel, unsere Lampe eine gewisse Kontinuit�t der Stimmung bef�rdert, ja
wie in einem immer wieder gewobenen Schleier Gelebtes f�r uns bewahrt,
Werdendes treulich hinzunimmt.
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Die Wirtsstube ist die Palette, auf der sich die Farben des Individuums
mischen und verm�hlen. Daher ihr gro�er Reiz f�r den Teilnehmer wie f�r
den Betrachter.
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Es ist ein wahres Gl�ck, da� der liebe Gott die Fliegen nicht so gro� wie
die Elefanten gemacht hat, sonst w�rde uns, sie zu t�ten, viel mehr M�he
machen und auch weit mehr Gewissensbisse.
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Ob Geister, sofern es solche gibt, auch B�cher lesen? Ich meine, ob sie,
wie sie vielleicht in unserm Zimmer mit uns wohnen, auch dann und wann, in
stillen Wintern�chten etwa, wenn sie es m�de geworden sind, den massigen
Menschenschl�fer zu betrachten und zu belauschen, sich in die Werke
vertiefen, die auf unserm Tische liegen? Vielleicht verstehen sie das
Geheimnis, sie bei geschlossenem Deckel, ohne auch nur ein einziges Blatt
umzuwenden, von Anfang bis Ende zu lesen. Wie ich darauf komme? Durch
einen kleinen Druckfehler, in einem Werke, in dem ich gerade studiere. Ich
zaudere, ihn zu verbessern, -- es ist nichts weiter, als da� in dem
Bindewort 'da�' das s nicht verdoppelt ist; aber ich tue es endlich doch:
Denn, wenn es nun doch Geister g�be, -- m��ten sie nicht ungl�cklich �ber
diesen Fehler werden, den sie selbst nicht verbessern k�nnen und aus
dessen Stehengebliebensein sie schlie�en m�ssen, da� ihr Freund ihrer
nicht gedacht hat?
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Es ist bekannt, wie viele verlorene Nadeln sich t�glich auf Weg und Steg
finden lassen. Im �u�ersten Gegensatz hierzu w�rde, gesetzt auch geistige
Dinge k�nnten in solcher Weise verloren gehen, t�glich wohl kaum Ein Paar
Scheuklappen gefunden werden.
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Tiefstes Problem des modernen -- also wesentlich h��lichen, irgendwie
verbogenen, schlecht weggekommenen -- Menschen: Wie kann Sch�nes aus
Unsch�nem kommen? Wie Vollkommenheit aus Unvollkommenem? -- Alles ist
Ausdruck. Kein Mensch kann Sch�neres, Vollkommeneres geben, als er selbst
ist. Unser ganzes geistiges Leben ist kein Weg von uns anders wohin,
sondern einfach wir selbst.
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Es gibt nichts Degoutableres, als fortw�hrend von sich als Person zu reden
(au�er zu bestimmten Zwecken), oder �ber sich reden h�ren zu m�ssen. Daher
ist es so kl�glich, krank zu sein; ein Zustand, in dem dieses Reden und
Beredetwerden fast unvermeidlich ist.
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Wenn dich jemand 'vollkommen versteht', sei gewi�, da� dich niemand
vollkommener mi�versteht.
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