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Page 56
Und mein Ha�: Die Geschmackler, die Renaissanceier, die 'T�pfegucker jeder
Stimmung' -- die qualligen �stheten, die stupenden Magister .. all dieses
unproduktive und anma�ende Volk, das die _Mode_ von heute ist, wo unser
innerstes Leben nach _Stil_ d�rstet, nach Kultur, nach Ernst, nach Kraft,
nach M�nnern, nach Willen und noch einmal nach dem ethischen Pathos eines
Nietzsche, eines Dostojewski, eines Lagarde, eines Tolstoi.
* * * * *
Niemand ist zu gut f�r diese Welt. Menschen, von denen dies gesagt wird,
sind vielmehr in irgend einem Betrachte _nicht gut genug_.
* * * * *
Wehe und wohl dem Menschen, der an keine Ungerechtigkeit mehr glaubt.
* * * * *
Die Mutter der Tiefe hei�t: Schuld.
1906
Tugend -- im gemeinen Sinne, nicht als virt� -- ist sehr oft nur ein
Hindernis, tief zu werden, indem sie vor allzu gewaltsamen Leiden bewahrt,
weshalb sie f�r Menschen, f�r die kein Grund vorliegt ein
au�ergew�hnliches Los auf sich zu nehmen, die edelste Art bildet, mit
einiger Sch�nheit durchs Leben zu kommen.
* * * * *
Ich meine, es m��te einmal ein sehr gro�er Schmerz �ber die Menschen
kommen, wenn sie erkennen, da� sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich
h�tten lieben k�nnen.
* * * * *
Als Dank -- pour un sourire de printemps.
Als Dank -- pour un sourire de vie.
* * * * *
Wer sich die Unsumme von Geduld vergegenw�rtigt, mit der die Masse der
Menschen ihr t�gliches Arbeitslos tr�gt, der wird sie namenlos achten
m�ssen, diese 'Menge', trotz alledem und alledem. Und wenn wir Geistigen
uns nur zu oft �ber sie erheben: sie kann doch nie br�derlich genug
geliebt werden. Und jedenfalls soll sie best�ndig in unseren Gedanken
wohnen, auch in denen, die ihr etwa z�rnen.
* * * * *
Der Mensch mag tun und leiden, was es auch sei, er besitzt immer und
unver�u�erlich die g�ttliche W�rde.
* * * * *
Man mu� Erdbeben sein und die festen St�dte der Menschen immer wieder zu
Falle bringen. Man mu� ihre Mauern wandeln machen, sonst stockt das Leben
in ihnen. Aber es kann auch Zeiten geben, da man Urgestein sein mu�,
dahinauf sich ein namenlos ge�ngstigtes Geschlecht retten kann. Wo man um
der Liebe willen, um des nackten Lebens willen die verwerfen und
verleumden mu�, die den Erdboden zur schwankenden Welle machten, die den
Abgrund predigten und die Schauder der Ewigkeit. Man wird aus Himmel und
Sternen wieder ein Bild machen, man wird die Spinnweben alter M�rchen auf
offene Wunden legen m�ssen und all das bunte Spielzeug wieder hervorholen,
das die Kulturen bisher hervorbrachten.
Der B�rger und nichts als B�rger ist ein trister Anblick, aber der aus
jeder und gar jeder B�rgerlichkeit hinausgeschreckte Mensch, der
verfluchte B�rger, der irre, friedlose, von jeder Gewi�heit enterbte, das
personifizierte Grauen vor dem Unfa�baren, der aus Tiefe wahnsinnig
werdende Mensch -- das w�re der Untergang selbst. 'Oberfl�chlich aus
Tiefe' -- Lebenswort! Auf die Stirne von Tempeln!
* * * * *
Der Mensch hat die Liebe als L�sung der Menschheitsfrage einstweilen
zur�ckgestellt und versucht es augenblicklich zun�chst mit der
Sachlichkeit.
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