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Page 54
ETHISCHES
1891
Die Menschenverachtung ist f�r den nachdenkenden Geist nur die erste Stufe
zur Menschenliebe.
1892
Was uns allen zumeist fehlt, ist das tiefe, dauernde Bewu�tsein des
wirklichen Elends auf Erden, sonst w�rden wir �ber den Gef�hlen einerseits
des Mitleids, andrerseits des Dankes ganz der kleinlichen Misere des
eigenen Lebens vergessen.
1896
Es ist etwas F�rchterliches um einen Menschen, der leidet, ohne Tragik
empfinden zu lassen.
* * * * *
Es gibt stillschweigende Voraussetzungen unter Menschen von Geist: die
soll man nicht aussprechen. 'Oberfl�chlich sein' (oder scheinen wollen)
'aus Tiefe', das geh�rt hierher. Eine schwere Forderung an den
Radikalismus der Jugend.
* * * * *
Und immer wieder komme ich darauf zur�ck, da� die Bewertung der
geschlechtlichen Liebe unter uns Heutigen eine krankhafte H�he erreicht
hat, von der wir durchaus wieder heruntersteigen m�ssen.
* * * * *
Es gibt noch eine gr��ere Liebe als die nach dem Besitz des geliebten
Gegenstandes sich sehnende: Die die geliebte Seele erl�sen wollende. Und
diese Liebe ist so g�ttlich sch�n, da� es nichts Sch�neres auf Erden gibt.
1904
Hinter die Oberfl�che der Menschen sehen, hinter das 'Pers�nliche', das
Leben selbst in ihnen lieben.
* * * * *
Nein, unser Bestes sind nicht unsere Werke. Das liegt oft in einem Blick
von uns, in einem Gedanken, um dessentwillen wir uns selber lieben m�chten
und um den doch niemand je wei� und erf�hrt, als wir selbst.
* * * * *
Gl�ck? Sollst du Gl�ck haben? W�nsche ich dir auch nur eine Spur von Gl�ck
-- wenn sie nicht deinen Wert erh�hte? Wert w�nsche ich dir.
* * * * *
Zum Thema Egoismus:
Wir lieben nur die Bilder von allem, als etwas in uns selbst, nie das
andere selbst.
* * * * *
Kein Mensch kann etwas anderes bieten als sein eigenes Programm, aber er
soll es wenigstens so taktvoll wie m�glich vorbringen, nicht wie ein
Plebejer, der sich erst zufrieden gibt, wenn er ein paar andre
niedergebr�llt hat.
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