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Page 115
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Die Menschen sollen einander lieben, aber damit ist nicht gesagt, da�
ihnen dies nicht so schwer wie m�glich gemacht wird und fallen soll, denn
es gibt keine wohlfeile Liebe. Es gibt nirgends im Kosmos des Kreuzes
billige Errungenschaften, und wie w�re er sonst auch seines Meisters und
seiner Bestimmung w�rdig.
* * * * *
Von wie vielen geistigen �berwindungen und Siegen hat mancher Mensch schon
gelesen und geh�rt, wie viele Dichter und Weise und Religionsstifter und
-- G�tter haben f�r ihn gelebt und sind von ihm kennen gelernt und wohl
auch erlebt worden! Und doch f�llt in der Stunde eines schweren Schicksals
alles von ihm ab und nur sein eigen Los und Leid steht vor ihm, und nichts
gilt dann mehr, nicht einmal Gott. Was half ihm nun sein ganzes geistiges
Leben w�hrend langer Jahre, ja vielleicht Jahrzehnte? Nichts: denn er hat
es nicht mit seinem Innenleben verkn�pft, verbunden, verm�hlt, er war zu
wenig re--ligi�s. Er wuchs nicht zusammen mit jenem H�heren. Und so hat er
jetzt auch keinen Halt an ihm und bekommt keine Kraft von ihm -- und steht
jetzt so arm wie am Anfang, ja �rmer als zuvor.
* * * * *
'Hat die Religion eine Zukunft?' So gut, wie derjenige, der so fragt, eine
Zukunft hat, in der er, wie zu hoffen steht, solchen Fragestellungen
entwachsen sein wird.
* * * * *
Die Geschichte der Menschheit ist ein Ringen der Konsequenz gegen die
Inkonsequenz (resp. Dumpfheit) und die Konsequenzlosen. Alle Konsequenz
f�hrt zu Gott, alles, was darunter, in Maja.
1913
So wie der winzige Same in die Erde f�llt, um die Urpflanze zu wiederholen
und nicht nur zu wiederholen, so ist der Mensch ein Samenkorn Gottes. Die
Sonne aber, die ihn reift, ist Christus.
* * * * *
'Und Sie glauben wirklich, da� dort oben im blauen Himmel Geister und
G�tter herumspuken?'
'Sie spuken dort nicht herum, sondern sie wirken und schaffen von dort und
�berall her an uns und der Welt und sie spuken so wenig herum, wie es hier
in dieser Tanne oder dort in jenem Berge 'herumspukt'. Weder Tanne noch
Berg sind ohne geistige Erbauer, geistige Erhalter, geistige Weiterbildner
denkbar, noch mehr, sie sind integrierende Bestandteile, Glieder,
Leibesteile (wie Sie wollen) geistiger Wesenheiten.'
* * * * *
Wenn man eine Geschichte der Weltliteratur aufschl�gt, so scheint alles in
sch�ner Einheitlichkeit vor einem zu liegen. Die �lteste wie die neuste
Dichtung sind ohne Weiteres auf die gleiche Quelle zur�ckbezogen, n�mlich
auf den Menschen, so wie man ihn heute versteht, einen Typus, den man nach
dem Bilde der gegenw�rtigen Menschheit geschaffen und als ungef�hren
Normaltypus f�r alle Zeiten und L�nder festgesetzt hat.
Die Wirklichkeit jedoch kennt keinen solchen Generalnenner. Der Mensch
verwandelt sich fortw�hrend und steht in den verschiedenen Zeitaltern in
verschiedenem Zusammenhang mit der geistigen Welt. Er war seiner nicht
immer so bar wie heut, aber er ist dies selbst heute nicht in dem Ma�e,
wie angenommen zu werden pflegt. Ja noch mehr, er ist im Begriff, ihn
langsam wieder zu gewinnen, und beh�lt damit, da es im Licht seiner vollen
Vernunft geschieht, der Welt ein noch nie erlebtes Schauspiel vor: das
Bewu�twerden seiner, des Menschen, des menschlichen Geschlechtes, selbst,
als, um es so auszudr�cken, einer f�r sich besonderen kosmischen
Hierarchie. Da� die Welt eine -- richtig verstanden -- Gedachtheit Gottes
ist, erscheint uns nur darum so fremd, weil _unsere_ Gedanken so bla� und
schemenhaft sind. Wenn wir denken, so denken wir Schatten. Gott denkt
Realit�t. In Ihm ist daher Denken und Welt eins.
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