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Page 116
Man mu� Gott schon in Zwei teilen, wenn seine sch�nste Empfindung, die
Liebe, nicht allerletzten Endes Selbst-Liebe sein soll.
* * * * *
Ist dies nicht alles Sch�pfung, merkw�rdige, wunderliche Sch�pfung? Dieser
Schrank, diese Bettstatt, dieses ganze Zimmer? Ist nicht dies alles aus
Einem Grundgedanken heraus entstanden, aus Einem mathematischen
Grundgedanken?
Stimmt darin nicht alles irgendwie zusammen?
Und von diesem Gedanken: da� dies alles Sch�pfung aus dem Nichts ist! --
ist es da noch weit zu dem Gedanken eines Sch�pfers und ganzer Reiche und
Stufenfolgen von Helfern desselben -- noch weit zu dem Gedanken, da�
hinter allem und jedem -- Geist steckt und nicht blo� alleiner,
unterschiedloser Geist, sondern differenzierter, tausendf�ltig gearteter,
gestufter Geist? Ist vom Staunen �ber Mensch, Tier, Pflanze und Mineral
mehr als ein Schritt zum Ahnen unsichtbarer Wesenheiten und davon mehr als
ein Schritt zum Glauben, da� es Lehren und Lehrer geben k�nne, nein, zur
�berzeugung, da� es Lehren und Lehrer geben -- m�sse, in jene Geisterwelt
offenen Sinnes hineinzudringen ...
NACHWORT
Die Vorarbeiten zu diesem Buch hat Christian Morgenstern noch selbst
besorgt. Am weitesten gef�rdert von seiner Hand war der Abschnitt:
'Tagebuch eines Mystikers', den er urspr�nglich in einen vorwiegend
autobiographisch gedachten Roman aufnehmen wollte. Mir blieb die Aufgabe,
das vorhandene, zumeist noch �ber viele Taschenb�cher verstreute Material
nach seinem, �fter ausgesprochenen Plan zu sichten und dem bestehenden
Rahmen einzuf�gen. Er sagt in einem Vorwortfragment f�r diese Sammlung:
'Es liegt mir nicht daran, mit diesen durch Jahre gehenden Notizen ein
neues B�chlein Aphorismen zu anderen zu geben. Es liegt mir nicht daran,
mich irgendwie als Mystiker oder dergleichen herauszustellen. Zweck dieser
Bl�tter ist allein der, aus einem St�ck Entwickelung das zu lernen zu
geben, was ein St�ck Entwickelung nun eben zu lernen geben kann.'
Diese Absicht w�re zweifellos noch eindringlicher verwirklicht worden,
wenn der Verfasser selbst die Gestaltung des Buchs h�tte vollenden k�nnen;
ganz abgesehen davon, da� dann auch im Einzelnen mancher der S�tze
�berarbeitet worden w�re.
F�r einen Zeitraum von fast sieben Jahren (1898 bis 1904) haben sich die
Aufzeichnungen bisher noch nicht auffinden lassen. Der Charakter dieser
mehr skeptischen Periode ist jedoch durch etliche Aphorismen des
vorliegenden Bandes immerhin noch angedeutet.
Den Freunden meines Mannes, Friedrich Kay�ler und Michael Bauer, die mir
bei der Herausgabe behilflich waren, sei auch an dieser Stelle gedankt.
_Breitbrunn_ am Ammersee, November 1917
_Margareta Morgenstern._
INHALT
Autobiographische Notiz
In me ipsum
Natur
Kunst
Literatur
Theater
Sprache
Politisches Soziales
Kritik der Zeit
Ethisches
Lebensweisheit
Erziehung Selbsterziehung
Psychologisches
Erkennen
Weltbild:
Anstieg
Episode, Tagebuch eines Mystikers
Am Tor
Nachwort des Herausgebers
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