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Page 110
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Ein Kunstwerk sch�n finden, hei�t, den Menschen lieben, der es
hervorbrachte. Denn was ist Kunst andres als Vermittlung von Seele. Eine
Landschaft sch�n finden, hei�t, uns ihrer als eines g�ttlichen Geschenkes
unbekannter M�chte freuen. Dankt meine Ergriffenheit z.B. dem Meere
selbst? Nein, sie dankt den sch�pferischen Geistern, der ganzen Natur
daf�r, dem sch�pferischen Geist -- des Lebens selber. Interesselos aber
ist mein Wohlgefallen am Sch�nen so wenig, da� es vielmehr alles tiefste
Sch�pferische in mir aufregt und, indem es ihm Gelegenheit gibt im
ausgiebigsten Ma�e 'mitzutun', bis zu einem gewissen Grade zugleich
befriedigt. Nur bis zu einem gewissen Grade -- denn �ber dies Befriedigen
hinaus bleibt noch -- ob bewu�t oder unbewu�t -- etwas von jener nie ganz
gestillten Sehnsucht, die wir allem gegen�ber empfinden, was uns zur Liebe
zwingt: die Sehnsucht, es noch mehr, noch besser, noch gr�ndlicher zu
lieben, als wir es lieben _k�nnen_, des Wunsches einer noch viel
vollkommeneren, sublimeren Liebe, die den Dank wirklich zu erstatten
verm�chte, den wir f�hlen.
* * * * *
Weil wir niemals und nirgends etwas Totem gegen�berstehen, sondern
immerdar dem Ausdruck irgendeines Willens -- so ist alles Empfinden die
unmittelbare Aufnahme jenes fremden Willens in unsern, auf die jedoch
sofort auch seine Wiederaussto�ung folgt, seine Distanzierung,
Zur�ckweisung, Objektivierung. -- Das Bild der Welt bietet so im Gro�en
und Fortw�hrenden das Bild der -- Liebe, als welche ein ewiger Wechsel zur
Einheit zusammenflie�ender Zweiheit und in Zweiheit sich
sichselbstgegen�berstellender Einheit ist.
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Jeder konsequente Monismus f�hrt unab�nderlich zum -- Dualismus. Denn eine
absolute Einheit vertr�gt der menschliche Geist niemals. Und wo er ihr
nicht entweichen zu k�nnen glaubt, wie in Schopenhauer, _verneint_ er.
Aus diesem Grunde k�nnte auch die Gottheit ihrer schauerlichen Einheit in
Legionen Vielheiten entfl�chtet sein, von zwei Leiden das kleinere
w�hlend.
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Die Welt als _Trieb_ und Vorstellung -- diese Fassung h�tte vielleicht
manches Mi�verstehen Schopenhauers unm�glich gemacht.
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Die Welt ist nicht blo� Pflanze, oder Tier, sondern -- Mensch!
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Immer wieder Gott zu werden: Ziel aller kosmischen Entwickelungen.
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Beobachte doch, wie alles Menschliche sich fortw�hrend selbstkorrigiert.
Wie sich ein ganz bestimmter -- und nicht nur beliebiger oder
'notwendiger' -- Sinn des Lebens entwickelt, vielfach verschleiert, aber
immer wieder hervorbrechend, sich immer reiner kl�rend und pers�nlicher
enth�llend.
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Wenn wir tausend Jahre wie einen Tag �bersehen k�nnten, so w�rden wir die
Entwickelung der Menschheit mit unheimlicher Schnelligkeit sich vollziehen
sehen. So aber 'sieht' vielleicht der Planet. Wir sehen nur die Individuen
wachsen, er -- die Typen.
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Sollte in immer h�herer Erkenntnis und Liebe (in immer h�heren Formen)
nicht die M�glichkeit immer h�heren Gl�ckes liegen? Welche Genugtuungen,
wieviel dem�tiger Dank, wieviel namenloser Jubel steht uns vielleicht noch
bevor! Denn immer wieder, wenn alles, was ist, sich unaufh�rlich h�her
ver- und emporgottet -- wo braucht es eine Grenze zu finden, wo hat Gott
-- ein Ende? Solch ein Aspekt aber ist erst einer Gottheit w�rdig: -- der
ins Ewige und Unendliche.
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