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Page 109
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Im Menschen vollendet sich und endet offenbar die Erde. Der Mensch -- ein
Exempel der beispiellosen Geduld der Natur.
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Wer mag denn wissen, ob unsere Erde in der Rangstufe der Planeten nicht
eine der untersten, niedersten ist? Ob sie der Mehrzahl anderer
Wandelsterne nicht etwa vorkommen m�chte, wie einem Paris, einem London
der Marktflecken Schildburg, oder wie einem Lionardo sein Hund oder sein
Pferd.
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'Der �bermensch ist der Sinn der Erde' -- das hei�t: der Erde Sinn ist ihr
Untergang in -- H�heres.
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Gef�hl von Gnade: seliges Vorgef�hl des uns zum Heil, unserer ganzen
Entwickelung nach, Erwartenden -- ohne den _vollen_ Glauben, da� es auch
wirklich kommen werde und ohne jeden Glauben daran, da� man es wirklich
verdiene. Ein Gef�hl, der objektiven Wahrheit zwar vielleicht nicht
entsprechend, aber eine Sch�nheit des Herzens, ein Mehr -- als --
Wahrheit.
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Alles Vollkommene darf angebetet werden, freilich nicht, da� es uns etwas
schenke (au�er sich selbst durchs Mittel seiner Sch�nheit), sondern
angebetet im Sinne ehrf�rchtiger Liebe.
Ja, _dies_ Gebet, als kein Bitten um irgend etwas andres als um die immer
reinere Offenbarung der Sch�nheit des Angebeteten soll bleiben, soll als
das _neue_ Gebet _wiederkommen_, nachdem wir das alte in uns
niedergek�mpft, ohne doch je vergessen zu k�nnen, da� es nicht nur eine
Form des gemeinen Bed�rfnisses, nein, noch weit mehr war: eine Form des
edelsten Bed�rfnisses der Seele: der Liebe. Als Liebe darf das Gebet
wieder auferstehen, frei werden.
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Gott ist der tiefste Gedanke, den der Mensch je gedacht hat. Gott ist der
eigentliche Gedanke der Erde, der einzige all unsrer Gedanken, der,
geschweige denn in Jahrtausenden, innerhalb ihres, der Erde, ganzen
Daseins nicht zu Ende gedacht werden kann. Gott ist die gro�e Frage der
Erde, aller Erden: Ihr Leben ihre offenbare zugleich und geheime Antwort.
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Es ist eines der tiefsten Worte: Bei Gott ist kein Ding unm�glich. Gott
ist die M�glichkeit aller M�glichkeiten.
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G�ttliches (Theon) immer wieder in unz�hligen Lebenslinien, Lebensl�ufen,
Gott werdend (Theos) ... Gott ein ewiger und unendlicher Proze� des
Sich-Verlierens und Sich-Gewinnens ... Gott ein ewiges Ringen zahlloser
dumpfer und lichter Individuen um Sich, als Sch�nheit der Sch�nheit. --
Sich fortw�hrend auf irgend einer h�chsten Formenstufe als diese gewinnend
und besitzend und beschlie�end ... und doch nie _ganz_ und �berall und
gleichzeitig vollendet.
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Im Kugelbegriff grenzt sich Gott gegen sich selbst ab. Gott ist, worin
dieser letzte Begriff als in seiner h�heren Einheit aufgeht.
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Vielleicht wird jeder Planet so alt, bis er sich selbst erkannt und damit
vollendet hat, oder doch so, wie Goethe sagt: der Mensch mu� von einem
gewissen Zeitpunkte an wieder ruiniert werden.
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So wie ich -- au�er etwa als mystischer Seher -- den Geistk�rper des
Menschen nicht schaue, so schaue ich auch nicht den Geistk�rper der Erde.
Und doch mu� auch der Planet als Ganzes seinen Geistk�rper haben und wer
wei�, ob er damit nicht Brust an Brust mit Geistk�rpern andrer Sterne
lebt, soda� ...
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