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Page 100
* * * * *
Der Mensch, der ganz erkannt haben w�rde, w�re der wieder geschlossene
Ring Gottes.
* * * * *
Der Mensch ist ein an einer Stelle ge�ffneter Ring. Gott ist der Ring als
Eines, Ununterbrochenes. Der Mensch stellt sich dar als dieser Ring,
unterbrochen, mit seinen zwei Enden sich wieder zu vereinigen, zu
schlie�en strebend. Der Mensch ist aus sich auslaufender und in sich
zur�cklaufender -- aber noch nicht zur�ckgelaufener -- Gott. Der Mensch
ist die Offenheit des Rings, der noch nicht wieder zusammengeschmolzene
Hingott und Widergott.
* * * * *
Gedanken vor Kierkegaard, Buch des Richters.
'So wird sie mich in der Ewigkeit verstehen.' -- W�re es nicht furchtbar,
wenn der Mensch nur Entwurf Gottes bliebe? Wenn jeder dieser Entw�rfe als
Entwurf endigen m��te, statt weiter und weiter durch alle Ewigkeit
ausgef�hrt, weiter gebildet zu werden? Gewi�, der gegenw�rtige
Weltdurchschnitt wird immer Fragmentmosaik sein -- aber es fragt sich, ob
einmaliges Fragmentmosaik oder Fragmentmosaik als Fortsetzung und zwar
nicht blo� im Ganzen, sondern auch im Einzelnen, Einzelnsten: ob ich also
nicht nur Fragment Gottes im Ganzen, sondern auch Entwickelungsfragment
meiner Person, als einer gottwerdenden Person, als Gottes im Einzelnen,
bin. So vielleicht: Kann Gott als Menschenperson verloren gehen, ist
Person nur eine Maske Gottes (oder besser ein Leib Gottes) -- oder ist
Gott, einmal Person geworden, als solche ebenfalls unsterblich, soda�
seine Entwickelung nicht nur eine Entwickelung zur Selbstahnung seiner
Selbst als Welt, sondern auch eine Entwickelung in jedem Einzelnen zur
immer wieder sterblichen Person auf immer wieder h�herer Stufe w�re?
* * * * *
Vor einem Sterbelager.
Vielleicht trifft man sich einmal unter freundlicheren Verh�ltnissen
wieder. Ja, vielleicht haben wir uns auch diesmal schon wiedergetroffen,
von fr�her her, nur, da� wir es nie wissen, da� wir heimliche
Zusammenwanderer sind.
* * * * *
Der Irrtum ist das formbildende Prinzip. Wahrheit kann nur als Irrtum zur
Erscheinung kommen. Alles Daseiende selbst ist Irrtum, aber Gott
entwickelt sich, wird (ist) nur dadurch, da� er sich best�ndig 'verrennt',
verstrickt, verwickelt, zu Knoten sch�rzt, da� er sich selbst best�ndig
Stationen schafft. Er w�rde wie ein Meer ins Unendliche verflie�en -- wenn
er sich nicht fortw�hrend selbst im Netz gleichsam der Einzelerscheinung
finge, diese Netzerscheinung wie als ein bereits Endg�ltiges zu h�chster
relativer Vollkommenheit emportriebe: um, wenn das urspr�ngliche Netz
sozusagen v�llig in sie hineingenommen, nun den Pers�nlichkeitskern als
Eigengewinn davon zur�ckzubehalten, das andere wieder zerfallen zu lassen.
* * * * *
Warum ist Mitleid nichts? Weil Mitleid dich ablenkt von dir auf den
andern. Dich aber sollst du zu vollenden trachten, nicht den andern. Wer
sich nach innen wendet in seiner Tiefe, von dem f�llt Mitleid ab wie ein
M��iggang. Er kann niemanden mehr bedauern um seines Leides willen, er
k�nnte ihn h�chstens um dessentwillen bedauern, da� ihn sein Leid nicht in
sich hineintreibt, da� es ihn nicht vertieft. Wer sich und den N�chsten
als Gott erkannt hat, von dem f�llt Mitleid ab wie ein Geschw�tz. Er wird
den N�chsten zwar mehr als sich lieben und ihm sein Menschliches zum Opfer
bringen k�nnen, wenn es das gilt, aber ohne Mitleid; denn mit gro�em Auge
wird er durch sein Leiden hindurch ihn als Sich sehen; in dem aber, was er
da sieht, fallen, wie Ekkehart sagt, alle Worte dahin. Da hat Mit-Leiden
keinen Sinn und keinen Platz mehr.
* * * * *
Es ist ein schauerlich tiefer Gedanke: Der grobe schwerf�llige K�rper, als
Geist zugleich mit dem Geist aller Epochen unabl�ssig verkehrend.
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Denke dir einen Teppich aus Wasser. Und als die Stickerei dieses Teppichs
die Geschichte des Menschen.
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