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Page 13
Da die wiederholten Vorstellungen bei Senjavin keinen Erfolg hatten,
r�ckte Marmont sein Heer bis ins Gebiet von Castelnuovo vor. Ein
Waffenstillstand war am 14. August zwischen Senjavin und Lauriston
abgeschlossen worden, der noch G�ltigkeit hatte. Bei dem kleinen Hafen
_Molonta_ stellte er auf dem Berge seine Batterien auf und traf auch bei
_Ostro_ viele Vorkehrungen.
Unterdessen kam der kaiserliche Feldj�ger und brachte das Gebot des
Zaren vom 12. August an seine Armee, den Kampf unverz�glich
fortzusetzen. Dass Alexander den Vertrag Oubrils vom 20. Juli nicht
anerkennen wollte, das hatte Senjavin schon vorher erfahren, und das
wussten auch manche bokelische F�hrer. Der kaiserliche Bote nun
best�tigte das, was eine allgemeine Freude im slavischen Lager und in
der ganzen Bocca hervorrief. Am 12. September, anl�sslich der
Namenstagfeier des Zaren, teilte Senjavin im geheimen mit, dass der
Krieg bald wieder er�ffnet werden solle.[43] Man bereitete sich vor,
soweit man dies noch nicht war. Von Korfu kam auf Befehl Senjavins der
General-Major Popondopuli mit weiteren Infanterieabteilungen, die er auf
der Insel in Bereitschaft hatte. Das russische regul�re Heer betrug 3000
Mann, die Zahl der Bokelen und Montenegriner war 6000 Mann.[44] Die
russische Flotte bestand aus 22 Kriegsschiffen, unter denen 12 Schiffe
Kreuzer waren. Die Bokelen hatten auch eine ziemliche Anzahl von
Handelsschiffen, die jetzt zum Krieg verwendet wurden. Diese waren
nat�rlich klein, aber eben deshalb leicht lenkbar und insbesondere gut
passend f�r die enge Bucht di Cattaro, wo die grossen Kriegsschiffe nur
mit M�he sich drehen konnten.
9. Der Kampf bei Castelnuovo.
Die franz�sischen Truppen waren bis in die N�he von Castelnuovo
vorger�ckt. Sie versuchten f�r sich den Boden zu ergreifen und sich zu
verschanzen ganz in unmittelbarer N�he vor dem slavischen Lager. Daher
gab es schon am 14. September deswegen einen kleinen Zusammenstoss
zwischen jenen Truppen und einer Abteilung der Freiwilligen unter dem
Kommando von Graf _Georg Voinovic_ aus Castelnuovo und _Vuko Radonic_
aus Njegusch, wobei die Franzosen mit einigen Verlusten sich
zur�ckziehen mussten.[45]
Um das Vorr�cken der Franzosen zu verhindern, wurde sogar auch die
Schiffsartillerie seitens der Russen verwendet. Die Franzosen hatten
sich n�mlich des Vorgebirges _Ostro_ bem�chtigt, eines Punktes, der die
gesamte Bucht beherrschte; von dort aus glaubte Marmont der russischen
Flotte den Ausgang aus der Bucht versperren zu k�nnen. Senjavin erkannte
die Gefahr und beschoss darum die Franzosen mit Schiffsgesch�tzen sobald
sie sich auf Ostro zeigten und sich daselbst zu verschanzen suchten.[46]
Als das starke und unaufh�rliche Schiessen im Lager bei Castelnuovo
geh�rt wurde, machte sich alles bereit. Am 25. September griff der
Vladika mit seinen Leuten die Franzosen von der entgegengesetzten Seite
an. Diese sahen sich gezwungen, das Vorgebirge zu verlassen und zogen
nach Molonta in ihre starke Befestigung zur�ck. Aber schon am Abend
desselben Tages mussten sie auch dort den Montenegrinern weichen, wobei
sie 38 Gesch�tze und zahlreiches anderes Kriegsmaterial zur�ckliessen,
was dem Vladika willkommen war. Die Franzosen hielten sich immer am
Rande der Meeresk�ste und zogen sich langsam zur�ck. Nur auf dem _Debeli
Breg_ hielten sie an und wagten Widerstand zu leisten, aber nur f�r
kurze Zeit; sie setzten darauf ihre Flucht weiter fort. Am zweiten Tage
wurden sie immer weiter verfolgt. Die russische Armee holte die
Montenegriner bei Debeli Breg ein und vereinigte sich mit ihnen. Die
Franzosen erreichten endlich ihr Lager in Zavtat.
In einer anderen sehr starken Verschanzung bei Vutche Zdrelo hatten die
Franzosen an diesem letzteren Tage einen heftigen Zusammenstoss mit
einer Abteilung der Bokelen aus _Risano_ unter der F�hrung des Grafen
_Sava Svelic_. St�rmisch wurden sie von den Risanern angegriffen und zur
Preisgabe der Festung gezwungen, worauf deren bisherige Besatzung nach
Zavtat zur�ckeilte.
Marmont liebte ein schnelles Vorgehen. Er wollte sich nicht in Zavtat
(Ragusa Vecchia) von dem Feind einschliessen und aushungern lassen. Er
dachte an eine neue Offensive. Noch in der Nacht zwischen dem 29. und
30. September zog er aus dem Lager mit ungef�hr 6000[47] Mann aus. Eine
Reserveabteilung liess er in Zavtat zur�ck. Mit 6000 Soldaten
marschierte er nun gegen den Feind. Die Nacht war dunkel, es regnete
stark. Das Vorw�rtskommen der Franzosen wurde verlangsamt. Sie zogen
jedoch tapfer die ganze Nacht weiter. Marmont hoffte, die Montenegriner,
die am Ufer des Flusses _Liuta_ ein Nachtlager aufgeschlagen hatten,
noch w�hrend der Finsternis zu �berraschen. Er kam aber zu sp�t. Das
Unwetter war schuld daran. Als es graute, war er noch eine Meile von
Liuta entfernt. Seine Attacke f�hrte Marmont sehr geschickt aus. Er
sandte den Obersten _Planzone_ mit einem Bataillon voraus. Ihm sollte
General Lauriston zur Unterst�tzung folgen. Marmont selbst r�ckte mit
dem �brigen Heer als Reserve nach.[48]
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