|
Main
- books.jibble.org
My Books
- IRC Hacks
Misc. Articles
- Meaning of Jibble
- M4 Su Doku
- Computer Scrapbooking
- Setting up Java
- Bootable Java
- Cookies in Java
- Dynamic Graphs
- Social Shakespeare
External Links
- Paul Mutton
- Jibble Photo Gallery
- Jibble Forums
- Google Landmarks
- Jibble Shop
- Free Books
- Intershot Ltd
|
books.jibble.org
Previous Page
| Next Page
Page 27
"Was sind sie?"
"Stolfunktion�re, Stol ist gleich Tisch! Zu Ehren des hohen Gastes bin
ich der untert�nigste stolaravnatelj das ist der Tischdirektor oder
Rektor; der kleine Tune, der Anton, ist der fiskus mein Stellvertreter;
hingegen der gro�e schwarze Glisa (Gregor) wird sein besch�ftigungslos
in seinem Tischamt! Gehorsamst aufzuwarten!"
Zun�chst erkannte der Kommiss�r die Notwendigkeit, einen Trinkspruch auf
den Hausherrn auszubringen.
Gro�e Freude dar�ber, die auch nach--au�en hin kundgegeben wurde, indem
der j�ngste Sohn des Hausherrn abermals die Glocken der Kapelle
erklingen lie�.
Dann bat der "Fiskus" um die hohe Ehre, ein Glas auf das Wohl des Herrn
Forstkommiss�rs leeren zu d�rfen. Gl�serklingen, Glockenhall hinaus in
die stille Nacht.
G�nter wollte nun den andern Waldw�rter ermuntern, sich mit einem Glase
Wein an der Tafelfreude zu beteiligen.
Doch erschreckt, wiewohl geehrt und freudegl�nzend, wehrte Glisa ab mit
den Worten. "Nicht m�glich!"
"Warum? Ist Er denn abstinent oder T�rke, der Wein nicht trinken darf?"
Dem befragten Waldw�rter rutschte die Wahrheit heraus, die nicht gesagt
werden sollte "Jesam vunbacitelj!"[10]
Im Antlitz Kusters spiegelten sich Angst und Zorn; die Blicke k�ndeten
Rache. Um wenigstens f�r den Augenblick l�stiger Fragerei zu entrinnen,
holte Kuster "besseren" Wein. Die zwei anderen, dienstlich stramm am
Tische stehenden "Funktion�re" begriffen die Situation v�llig und
verstanden jetzt nicht mehr--Deutsch.
Forstkommiss�r G�nter hatte vom Bilikum her zuviel Wein im Leibe, der
ungewohnte Alkohol wirkte, machte eigensinnig und hartn�ckig; justament
wollte der Oberbeamte die wahrheitsgetreue �bersetzung des Wortes
haben, das den Hausherrn offensichtlich in Verlegenheit und Zorn
gebracht hatte und das zweifellos dem Gaste verheimlicht werden sollte.
Dem zur�ckgekehrten Kuster wurde scharf zugesetzt. Doch den Kroaten war
der Kommiss�r weder mit der Mundfertigkeit noch mit der Trinkf�higkeit
gewachsen. G�nter hatte schlie�lich den--Zungenschlag, die �bersetzung
aber nicht. Und den "Kampf" mu�te er aufgeben, sein Zimmer aufsuchen....
Das "Katergericht", der "Bospor", wartete vergebens auf den Gast. G�nter
hatte seinen Willen durchgesetzt, trotz aller "Verkaterung" fr�hmorgens
den Dienstmarsch angetreten. Kuster mu�te mit, das Str�uben und Zureden
n�tzte nichts.
Wie sich alle "Pressiererei" auf Erden r�cht, so blieb auch der
�berst�rzte Abmarsch von Samarica nicht ohne Folgen, indem Kuster der
Eile wegen mit--_leerer_ Torba (Tragsack) die F�hrung �bernahm, der
Kommiss�r etliche Stunden sp�ter schwer unter Hunger und Durst litt und
obendrein keinen Wunsch, keine Klage �u�ern durfte.
Die Waldh�ter aus Samarica kamen nach, selbstverst�ndlich mit leeren
H�nden; etliche F�rster stie�en zu; die Dienstgesch�fte der
Waldeinsch�tzung begannen und w�hrten bis zum sp�ten Abend. Als
pflichteifriger Beamter verga� G�nter w�hrend der Dienstaus�bung auf
alle Bed�rfnisse.
Aber als die Notizb�cher, Rechenbehelfe und Instrumente verstaut waren,
D�mmerung den weiten Forst erf�llte, fragte der Kommiss�r doch nach
Unterkunft und Atzung.
Wenig erbaulich, doch gelassen klang die Auskunft Kusters, da� nach etwa
zwei Marschstunden das mitten im Wald gelegene Dorf Jesenas zu erreichen
sei.
"Mit Gasthaus?"
"Nein!"
"Kann man n�chtigen?"
"Ja!"
Previous Page
| Next Page
|
|