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Page 70
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Sich bewu�t ausweiten. Von Gegensatz zu Gegensatz gehen. Vom Ersten bis
zum Letzten und umgekehrt. Keinen und nichts vergessen, �bersehen, gering
achten.
* * * * *
Wir sind allzumal tr�ge; daraus entspringen die meisten �bel. In jedem
schl�gt das Gewissen und regt sich das Wissen, wie es im Kleinen und
Gro�en sein m��te und wie es nicht ist. Aber die Faulheit, die
Verge�lichkeit, die Gewohnheit lassen es nicht dazu kommen, da� wir aus
Gedanken zu Taten hervorschreiten. Wir kennen manches gro�e innerliche
Mittel, aber man sollte auch kleinere, mehr �u�erliche schaffen. Alle, die
gut sein m�chten, aber es nicht so sein k�nnen, wie sie m�chten, weil sie
sich zu schwach dazu f�hlen, sollten sich zusammentun und eine
Hilfsbr�derschaft �ber sich setzen, die ihr lebendiges Gewissen darstellt.
Eine Gruppe, der sie selbst das Recht einr�umten, ja die Pflicht
auferlegten, sie immer wieder wachzur�tteln und mit dem problematischen
Willensmaterial, das in ihnen ist, zu arbeiten -- so wie ein treuer
Diener, der uns zum Sonnenaufgang aus dem Bett r�ttelt, so wie ein Staat,
der mit unseren Steuern 'arbeitet'. Eine Brockensammlung guter
Willensregungen, sozusagen, das g�lte es f�r diese Gruppe Tag f�r Tag. Des
Menschen Wesen ist Schw�che; kann er nicht allein in die H�he wachsen, so
soll er sich an Stangen und Spaliere binden oder binden lassen. Ehre
jedem, der statt auf dem Stroh zu verk�mmern, zur Kr�cke greift, Ehre
jedem tapferen Invaliden.
* * * * *
Ein Hauptzug aller P�dagogik: Unbemerkt f�hren. Viele Menschen sind
durchaus f�hig und gewillt, der Wahrheit zu folgen, aber sie darf ihnen
nicht geradezu gesagt, vor Augen ger�ckt werden. Sie verlieren in diesem
letzteren Falle jede Freude an der Wahrheit; denn ihre Eigenliebe ist noch
st�rker als ihre Liebe zum Geiste, als ihr Geist, und so gef�llt ihnen
nur, wer und was sie -- schont.
Und dann ist da noch etwas: Sie wollen mit Recht ihren Wahrheitsbesitz
erarbeiten.
1912
�be dich an dem Worte: Mit der einen Hand wird gegeben, mit der anderen
genommen. Alle Erziehung verl�uft unter diesem Pendelgesetz. Alles
Erzogensein besteht in der endlich errungenen inneren Ruhe dem einen wie
dem andern Schicksal gegen�ber und einer Liebe und einem Vertrauen, die
h�her sind als alle Vernunft zwischen Geburt und Tod.
* * * * *
Wer am Menschen nicht scheitern will, trage den unersch�tterlichen
Entschlu� des Durch-ihn-lernen-Wollens wie einen Schild vor sich her.
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Wie mancher hat es schon ausgesprochen, da� Heldentum ebenso leichter sein
kann als langsame, geduldige, unauff�llige Selbsterziehung, wie eine Tat
leichter sein kann als eine Handlung, ein Gef�hl leichter als ein
Empfinden.
* * * * *
Habe die Gabe der Unbestechlichkeit. So sehr auch Liebe f�r dich Partei
ergreifen mag: dein Sein gilt, nicht dein Schein.
1913
Sieh an, wie ein Zweirad in Bewegung und Fahrt gesetzt wird. Wenn du
deinen Willen so in Bewegung und Fahrt zu setzen vermagst, so wirst du
nach einigen Schwankungen wie ein Meister im Sattel sitzen.
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