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Page 16
Am 11. Oktober schrieb _Sebastiani_ aus Konstantinopel an Marmont: �Une
rupture para�t in�vitable entre la Russie et la Sublime Port�.�[64] Am
30. Dezember war dieser Bruch vollzogen. Die T�rkei erkl�rte Russland
den Krieg. Und am 29. Januar 1807 bekam Marmont eine Instruktion aus
Napoleons Lager bei _Warschau_ von dem General-Major, in der es hiess:
�L'Empereur est aujourd'hui ami sinc�re de la Turquie, et ne d�sire que
lui faire du bien; conduisez-vous donc en cons�quence.� Und am Tage
vorher schrieb Sebastiani noch deutlicher, wie Marmont die T�rken
unterst�tzen sollte: Ali-Pascha ... manque de boulets du calibre de
douze et de seize, ainsi que de poudre. Je vous prie en gr�ce de faire
tous vos efforts pour lui en envoyer le plus que vous pourrez, soit par
terre, soit par mer, et m�me, s'il est possible, de lui exp�dier
quelques officiers d'artillerie.�[65] Und am 30. M�rz schrieb derselbe:
�Les paclias de Bosnie et de Scutari ont re�u ordre de vous seconder de
tous leurs moyens, et m�me de se r�unir � vous pour combattre les
Mont�n�grins et Cattaro.�[66]---Wir haben diese Briefausz�ge angef�hrt,
um zu zeigen, wie die Verbindung zwischen den Franzosen und den T�rken
sich so schnell festigte, dass sie ein gemeinsames Vorgehen auf allen
Punkten bewirken konnten und wie die den T�rken von General Marmont
zuteilgewordene Unterst�tzung gegen die Montenegriner und Russen zu
erkl�ren sei.
General Marmont half den T�rken in der Tat aus allen Kr�ften im Kampfe
gegen die Slaven. Das geschah im Monat Mai. Die Serben aus der
Herzegovina wendeten sich an den Vladika mit der Bitte um Unterst�tzung
gegen die Gewalttaten der T�rken, von denen sie seit Beginn des
russisch-t�rkischen Krieges ganz unmenschlich und grausam behandelt
wurden. Der Vladika erkl�rte sich sofort bereit, ihnen seine Hilfe gegen
die Tyrannei angedeihen zu lassen. Er besprach die Sache mit Sankovski.
Dieser sagte, dass er direkten Befehl von seiner Regierung habe, den
Slaven nach M�glichkeit beizustehen. Er gestattete also, dass die
russischen Truppen mit den Montenegrinern gegen die T�rken in der
Herzegovina ziehen sollten und gab demgem�ss sofort den Heerf�hrern in
Risano und Castelnuovo Instruktionen. Der gr�sste Teil der russischen
Armee in der Bocca zog nach der Herzegovina, in zwei Richtungen, auf
_Trebinje_ und _Onogoschte_ zu. Die Montenegriner vereinigten sich
unterwegs mit den Russen. Alles war im besten Gang. Die genannten
Ortschaften wurden belagert, die t�rkischen H�user in der Umgebung stark
besch�digt. Nun aber brach ein Zwist unter den russischen Befehlshabern
aus, der diese ganze Expedition zum Scheitern brachte. Die Armee kehrte
unverrichteter Sache heim.
Der Valdika aber wollte die Sache nicht ruhen lassen. Die Klagen gegen
die t�rkische Gewaltt�tigkeit h�uften sich von Tag zu Tag immer mehr. Er
suchte Kriegsmittel und versammelte das Heer. Am 30. Mai �berschritt er
die herzegovinische Grenze mit 3000 Montenegrinern und 400 Russen und
griff die Stadt _Klobuk_ an.[67] Hier gab es eine starke Festung, welche
nicht leicht zu erobern war. Die T�rken verteidigten sich in jenem
Bollwerk. Sie, h�tten sich endlich doch den Angreifern ergeben m�ssen,
w�ren im entscheidenden Augenblicke die Franzosen ihnen nicht zu Hilfe
gekommen. Marmont stand mit dem Pascha von Trebinje, _Suliman_, auf sehr
freundschaftlichem Fusse. Den fr�hern Pascha von Trebinje hatte der
franz�sische General abgesetzt, weil er eine den Franzosen feindliche
Gesinnung hegte. Der neue Pascha wurde von Marmont eingesetzt. Dieser
sandte den General Launay dem Suliman-Pascha gegen die Slaven zu Hilfe.
Launay nahm 1000 Soldaten mit und sammelte unterwegs bis nach Klobuk hin
noch 2000 T�rken. Diese Schar fiel den Slaven in den R�cken. Diese
fanden sich nun zwischen zwei Feuern. Die russische Abteilung geriet in
eine solche Enge, dass sie sich ganz ergeben musste. Die Montenegriner
zogen nach heftigem Kampfe und bedeutenden Verlusten zur�ck.
Zur Ehre des Generals Launay soll hier eine Tat seiner Menschlichkeit
und seines Edelmutes erw�hnt werden. Als n�mlich die T�rken alle
russischen Gefangenen enthaupten wollten, trat er f�r diese ein und
suchte dieses barbarische Vorgehen seiner Verb�ndeten zu vereiteln.
Vergeblich aber waren alle seine freundschaftlichen Mahnungen,
vergeblich auch seine Drohungen. Er griff daher zu einem absonderlichen,
doch h�chst vorteilhaften Mittel. Er kaufte die Gefangenen los und
zahlte einen Louisdor f�r den Kopf. Bald darauf bereuten es die
Verk�ufer, und sie wollten dem General das genommene Geld zur�ckgeben,
damit ihnen der grosse Genuss des Blutbades nicht verloren gehe.[68]
Ausser den K�mpfen in der Herzegovina gegen die Slaven im Vereine mit
den T�rken hatte Marmont einige kleinere Gefechte mit Senjavin an der
K�ste Mittel-Dalmatiens, bei Spalato und _Poliza_, die aber zu seinem
Nachteile entschieden wurden. In die Beschreibung dieser K�mpfe wollen
wir uns hier nicht n�her einlassen, da dieselben in einen andern
Zusammenhang geh�ren. Denn unser unmittelbare Zweck ist, das Schicksal
der Bocca zu verfolgen und nur die Ereignisse zu ber�hren, die dieses
Schicksal bestimmt haben, und ferner zu zeigen, wie dieses kleine, arme
und doch h�chst romantische Land auf die politische Situation Europas
einen nicht geringen Einfluss aus�bte.
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